Seesen macht beim Energieeffizienz-Netzwerk mit

Klimaschutzmanagerin Anna-Elisa Nestmann: „Als Stadt hat man eine Vorbildfunktion!“

Die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Anna-Elisa Nestmann, hat sich bei Bürgermeister Erik Homann vorgestellt.

Seesen. „Klimaschutz muss vor Ort beginnen“ – da sind sich Bürgermeister Erik Homann und die neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises Goslar, Anna Elisa Nestmann, einig. Anfang Mai hat sich Nestmann bei Bürgermeister Homann vorgestellt und ihre Arbeit erklärt: „Ich möchte bei Klimaangelegenheiten unterstützen, fördern und begleiten – und zwar Projekt-unabhängig.“ Schließlich umfasst der Klimaschutz sämtliche Themen, von der Ernährung über die Flächennutzung bis hin zu Artenschutz und Abfallwirtschaft: Das Arbeitsfeld ist breit gefächert.

Eines der größten Probleme sieht Nestmann vor allem in der Energieeffizienz bei Häusern. „60 Prozent der Energie geht für Wärme drauf. Leider ist es so, dass viele Kommunen über zahlreiche unsanierte Gebäude und veraltete, ineffiziente Anlagentechnik verfügen“, so die Klimaschutzmanagerin des Landkreises. Eine energetische Sanierung senke letztendlich den Energieverbrauch – das spare langfristig sowohl Geld als auch Kohlenstoffdioxid.

Auch in Sachen Mobilität sieht sie viel Potential: „Im ländlichen Raum wohnen viele ältere Menschen. Damit sie mobil bleiben, müssen Maßnahmen beim ÖPNV ergriffen werden.“ Bürgermeister Erik Homann begrüßt die Entwicklung hin zu einer klimafreundlichen Stadt: „Hier ist jeder gefragt, allen voran natürlich wir als Stadt. Wir müssen uns überlegen, welche Maßnahmen wir einleiten können, um die Energieeffizienz in Seesen zu steigern.“ Neben den aktuellen Überlegungen zu einem modernen Öffentlichen Nahverkehr in der Stadt sei es selbstverständlich, dass Seesen auch bei dem künftigen Energieeffizienz-Netzwerk des Landkreises Goslar und der Energie Ressourcen Agentur mitmachen wird.

Auch Anna-Elisa Nestmann sieht die Städte als wichtigen Vorreiter: „Man hat als Stadt natürlich auch eine Vorbildfunktion, die man durch Energieeffizienz-Projekte erfüllen kann.“ Mit Hilfe des neuen Netzwerkes und der Klimaschutzbeauftragten des Landkreises sollen sich die Gemeinden untereinander vernetzen und unterstützen – und so die Entwicklung hin zu einer klimafreundlichen Kommune schaffen.see

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