Seesen wird Mitglied in CoWorkLand

Mit der Genossenschafts-Mitgliedschaft soll das Image als unternehmer- und gründerfreundliche Stadt gestärkt werden

Im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsräume“ betreibt die Stadt Seesen seit einiger Zeit einen „Coworking Space“ in der Seesener Innenstadt. Dabei teilen sich mehrere kleine Unternehmen, oftmals Start-Ups, einen gemeinsamen, offenen Raum für ihre Arbeit. Inzwischen gibt es in der Poststraße die NewKammer, auch hier sollen Unternehmen unterstützt werden. Im Bild Jan-Niklas Kott, zuständig für die NewKammer und das Co-Working-Projekt in Seesen, rechts: Fachbereichsleiter Thorsten Scheerer.

Seesen. Im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsräume“ betreibt die Stadt Seesen seit einiger Zeit einen „Coworking Space“ in der Seesener Innenstadt. Dabei teilen sich mehrere kleine Unternehmen, oftmals Start-Ups, einen gemeinsamen, offenen Raum für ihre Arbeit. Zur Stärkung der Vernetzung und zum gegenseitigen Informationsaustausch zwischen verschiedenen Coworking-Spaces im ländlichen Raum hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung entschieden, dass die Stadt Seesen Mitglied bei der CoWorkLand eG wird.

Die CoWorkLand eG ist eine Gemeinschaft, die aus Gründern und Betreibern von solchen Coworking Spaces im ländlichen Raum besteht. Die Genossenschaft ist im Februar 2019 mit Sitz in Kiel gegründet worden und unterhält lokale sowie regionale Büros in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Als Genossenschaft unterstützt die CoWorkLand eG ihre Mitglieder bei der Gründung und dem Betrieb ländlicher Coworking Spaces und vernetzt sie sowohl untereinander als auch mit potenziellen Kunden und sonstigen Interessengemeinschaften. Die Unterstützung der CoWorkLand eG umfasst hauptsächlich die kostenfreie Vermarktung über eine eigene Online-Plattform sowie die Beratung der Mitglieder in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, finanziellen, kulturellen und förderrechtlichen Fragen. Darüberhinaus ermöglicht sie berufsqualifizierende Fortbildungen, betreibt Lobbyarbeit in Politik und Gesellschaft und veröffentlicht wissenschaftliche Beiträge zum Thema Coworking im ländlichen Raum (unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung oder dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft).

Die Stadt Seesen beabsichtigt mit dem Erwerb einer Mitgliedschaft von den Leistungen der CoWorkLand eG zu profitieren und ebenfalls aktiv im Netzwerk der Genossenschaft mitzuwirken. Bereits seit Ende des vergangenen Jahres ist die Stadt Seesen regelmäßig bei den öffentlichen, virtuellen Netzwerktreffen der CoWorkLand eG vertreten und steht mit deren Mitgliedern in unverbindlichem Austausch. Durch die nun beschlossene Mitgliedschaft verfestigt sich dieser Austausch und lässt eine enge Zusammenarbeit mit den Betreibern anderer ländlicher Coworking Spaces zu. Somit erhofft sich die Stadt Seesen, langfristig von zusätzlicher Expertise zu profitieren, die für den nachhaltigen Betrieb eines Coworking Spaces im ländlichen Raum nötig ist.

Der Preis für den Erwerb eines Genossenschaftsanteils bei der CoWorkLand eG beträgt 500 Euro und wird nach Ausscheiden aus der Genossenschaft wieder erstattet. Ein jährlicher Mitgliedsbeitrag in Höhe von 150 Euro wird ab dem zweiten Mitgliedsjahr fällig. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Die Kündigung der Mitgliedschaft ist zum Ende eines Geschäftsjahres möglich, sofern diese mindestens fünf Tage vor Schluss des Geschäftsjahres eingegangen ist.
Da sich durch das Förderprojekt „Zukunftsraum“ starke Synergieeffekte mit dem Seesener Entrepreneurship-Programm ergeben, erhofft sich die Stadt zusätzlich Ausstrahlungseffekte durch die kostenfreie Online-Vermarktung zu erzielen.

Somit kann, so die Hoffnung, die Mitgliedschaft bei der CoWork-Land eG das Image der Stadt Seesen als innovative, unternehmer- und gründerfreundliche Stadt, über die Region Südniedersachsen hinaus, stärken.dh