ver.di fordert Asklepios erneut auf, an den Verhandlungstisch zu kommen

Gewerkschaft: „Zuspitzung des Konfliktes kann vermieden werden!”

In der vergangenen Woche wurde in Seesen gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat jetzt erneut den Asklepios-Konzern aufgefordert, die Blockadehaltung abzulegen und sich mit ver.di an den Verhandlungstisch zu setzen.

Seesen. Die Gewerkschaft ver.di hat erneut den Asklepios-Konzern aufgefordert, „endlich die Blockadehaltung abzulegen und sich mit ver.di an den Verhandlungstisch zu setzen”. ver.di Verhandlungsführer Jens Havemann: „Der Streiktag am Dienstag war vom Streikziel gesehen ein voller Erfolg. Wir haben mit gezieltem Einsatz Asklepios an Stellen getroffen, die wirtschaftlich empfindlich sind. Unser eigentliches Ziel ist aber nicht der Streikeffekt, sondern das Asklepios einen guten Tarifvertrag für die Beschäftigten unterschreibt. Der Streik ist dazu nur einzige Mittel, was den Beschäftigten bleibt, um ihren berechtigten Interessen den nötigen Nachdruck zu verleihen.”

Oliver Kmiec, ver.di-Streikleitung und Betriebsratsvorsitzender: „Wir wollen nicht streiken. Wir wollen die Patienten gut versorgen und dafür ausreichend Personal haben! Warum lässt es Asklepios an dieser Frage so eskalieren? Wenn Asklepios nicht einlenkt, bleibt uns doch gar keine andere Wahl als weiter zu streiken und den Druck Schritt für Schritt zu erhöhen! Da ist doch absehbar was dann passiert. Die Klinik bleibt in den negativen Schlagzeilen. Statt für das Personal, das wir dringend brauchen, positive Signale zu senden, werden immer mehr Menschen sich abwenden, weil Asklepios sie vor den Kopf stößt.”

Havemann: „Alle Argumente von Asklepios gehen ins Leere. Wir verhandeln vor Ort, der Betriebsrat will ausdrücklich, dass die Gewerkschaft übernimmt, der TVöD ist die Messlatte um konkurrenzfähig zu sein, und ver.di vertritt die Mehrheit.“

Martin Kupferschmidt von der ver.di-Streikleitung: „Unsere Seite verhandelt nur mit Menschen, die in der Region fest verankert sind. Asklepios schickt die Menschen aus der Konzernzentrale. Der „Tarifvertrag Öffentlicher Dienst” (TVöD)  ist Standard, weil er notwendig ist, um das Personal zu gewinnen. Wenn Asklepios was anders regeln will, können sie das ja in die Tarifverhandlungen einbringen.”

Kmiec: „Der Betriebsrat hat ver.di ja extra aufgefordert, die Verhandlungen zu übernehmen. Wir alle wollen das ausdrücklich.”

Kupferschmidt: „Anders als Asklepios das immer darstellt, vertritt ver.di die Mehrheit. Von den rund 600 nicht-ärztlichen Beschäftigten, für die verhandelt wird, ist die Mehrheit bei ver.di organisiert.

Havemann: „Asklepios hat jahrzehntelang mit den Beschäftigten in den Schildautalkliniken Millionengewinne erzielt. Nun ist es an der Zeit, dass der Konzern von diesem Geld in Personal investiert, um die Patientenversorgung zu verbessern und die gute Zukunft der Klinik zu sichern.”red

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