Verdiente Unterstützung

Nachwuchs-Feuerwehren bekommen jeweils 580 Euro aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens

Olaf Lies: „Wenn das Ehrenamt nur einen Tag streikt, bricht Deutschland zusammen.“

Seesen. 66.120, 114, 580 – das sind die beeindruckenden Zahlen, mit denen die Volksbank eG bei der Übergabe der Reinerträge an die Kinder- und Jugendfeuerwehren in Seesen und Gittelde aufwarten konnte. Insgesamt 66.120 Euro werden in diesem Jahr an 114 Nachwuchswehren verteilt. Pro Wehr sind dies 580 Euro.

In dieser Form findet die Förderung inzwischen zum zehnten Mal statt. Dabei wurden im Geschäftsgebiet bislang 310.000 Euro an Kinder- und Jugendfeuerwehren und insgesamt gut 1,5 Millionen Euro an Vereine ausgeschüttet. Auch diesmal war es den Verantwortlichen gelungen, einen Minister aus der Landesregierung zur Übergabe nach Seesen zu holen. Olaf Lies, zuständig für Umwelt, Energie, Bergbau und Umweltschutz war mit dabei.

Dieter Brinkmann, Vorstandssprecher der Volksbank eG dankte für das starke ehrenamtliche Engagement, dass nicht nur den reinen Feuerwehrdienst beinhaltet: „Ohne euch wäre mancher Platz nicht mehr so lebenswert, wie er ist.“ Minister Lies begab sich in seinem Grußwort gleich auf einen Danke-„Rundumschlag“. Da war natürlich die Volksbank selbst dabei, die die Aktion des VR-Gewinnsparens und damit die Reinerträge ins Leben gerufen hat.

Aber natürlich auch die Kunden, die mit ihrem Kauf der Lose erst dafür sorgen, dass überhaupt so viel Geld ausgeschüttet werden kann. „Das ist Gewinnsparen im doppelten Sinn. Zum einen sparen und gewinnen die Kunden selbst. Und selbst wenn der eine Euro, der in die Lotterie geht, am Ende ohne Gewinn weg ist, wird er letztlich für eine gute Sache ausgegeben.“

Lies dankte auch den Betreuern der Kinder und Jugendlichen, denn diese würden sich neben ihrem eigentlichen Dienst noch weiter ehrenamtlich engagieren. Einen Dank richtete der Minister aber auch an die Betriebe, die die Feuerwehrleute losziehen lassen, wenn der Pieper oder die Sirene wieder einmal zum Einsatz ruft und die Kommunen, für die es nicht einfach sei, immer wieder die benötigten Finanzmittel aufzubringen: „Ich kenne die Sorgen und Nöte, denn ich sitze selbst noch im Gemeinderat und Kreistag.“

Nicht zuletzt dankte Olaf Lies natürlich auch den Kindern und Jugendlichen, die sich in den Nachwuchswehren engagieren. „Das ist nicht mehr üblich. Mal bei etwas dabei sein, ist ok, aber viele tun es nicht kontinuierlich. Bei der geringeren Anzahl an Jugendlichen müssen die Feuerwehren daher mehr Begeisterung wecken.“

Es sei daher wichtig, frühzeitig mit der Nachwuchsarbeit anzufangen. Nur so kann diese nachhaltig zum Erfolg führen. Nicht wenige würden möglicherweise nicht sofort von der Jugend in den Aktivenbereich übertreten. „Aber es gibt auch immer welche, die sich mit 25 oder 30, nach Studium, Ausbildung und eventueller Familiengründung wieder daran erinnern, dass es bei der Feuerwehr doch ganz schön war und treten dann wieder ein.“ Die Feuerwehr sei eine Einrichtung über Generationen hinweg, bis hin zur Altersabteilung. Auch das sei, so Lies, wichtig. „Die Unterstützung habt ihr euch jedenfalls verdient.“ Wenn, so sein Schlusswort, das Ehrenamt nur einen Tag streike, breche Deutschland zusammen.

Vom stellvertretenden Landesjugend-Feuerwehrwart Stefan Bettner bekam Lies für seine Worte ein großes Lob: „Es wäre schön, wenn wir mehr Politiker hätten, die sich mit der Feuerwehr so sehr auskennen.“ Bettner selbst hatte anschließend noch eine besondere Ehrung vorzunehmen.

Nachdem die Volksbank eG bereits als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet wurde, bekam nun Dieter Brinkmann die Florianmedaille überreicht.dh

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