Zeichen am Arbeitsmarkt stehen weiter auf Frühling

Die Arbeitslosenzahl ist im April saisonal weiter um 290 Personen auf 20.546 gesunken

Die Arbeitslosigkeit in Seesen hat sich verringert.

Seesen. „Erwartungsgemäß ist die Arbeitslosigkeit im April weiter gesunken. Insbesondere die Männer konnten in diesem Monat profitieren. Der Rückgang um 290 Arbeitslose ist ausschließlich auf diese Personengruppe zurückzuführen. Die anhaltende Frühjahrsbelebung in den witterungsabhängigen Branchen dürfte dort der ausschlaggebende Faktor sein. Die sinkende Zahl an Arbeitslosen ist nur bei der Arbeitsagentur festzustellen. Wir haben es dabei vermehrt mit Wiedereinstellungen nach der Winterpause zu tun. Bei den Jobcentern ist die Arbeitslosigkeit sogar leicht um 57 gegenüber dem Vormonat gestiegen“, weiß Gerald Witt, Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

„Die guten Wirtschaftsprognosen geben uns weiter Rückenwind für die kommenden Monate“, sagt Witt. „Allerdings legt der langjährige Aufwärtstrend auch zunehmend die strukturellen Defizite auf dem Arbeitsmarkt frei: Viele Arbeitslose verfügen nicht über die geeignete Qualifikation für die offenen Stellen. Um Angebot und Nachfrage wieder näher zueinander zu bringen, müssen wir neben der Qualifizierung auch bisher zu wenig genutzte Potentiale heben. Ich denke dort insbesondere an Berufsrückkehrer oder auch Studienzweifler.“

Die Arbeitskräftenachfrage im Agenturbezirk ist weiter ungebrochen. 4.887 Stellenangeboten werden aktuell im Bestand gezählt. Das sind 564 oder 13 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 5.589 Stellen gemeldet worden.

„Auch am Ausbildungsmarkt beginnt eine wichtige Phase. Spätestens jetzt sollten junge Berufsstarter mit dem Ziel einer Ausbildung in diesem Sommer die Bewerbungsphase starten“, appelliert Witt. Der Markt sei stark in Bewegung. Im April waren insgesamt 2.930 Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Aber auch die Bewerber nutzten zunehmend die kostenlosen Beratungs- und Vermittlungsangebote der Berufsberatung.

3.400 junge Menschen suchten bisher Rat und Tat. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Chancen auf eine Ausbildungsstelle sind so gut wie lange nicht mehr. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten der Information so vielfältig wie noch nie.red