Asklepios Seesen: Streiks werden nächste Woche fortgesetzt

Arbeitsniederlegungen am 2. und 4. Oktober / Streik führt zu fünftägiger Einschränkung des Betriebs

Der Tarifkonflikt mit den Asklepios Schildautalkliniken nimmt weiter an Schärfe zu. In der nächsten Woche folgen zwei weitere Streiktage.

Seesen. Der Tarifkonflikt mit den Asklepios Schildautalkliniken nimmt weiter an Schärfe zu. Die Gewerkschaft ver.di hat für kommenden Mittwoch und Freitag die nächsten Streiks angekündigt. Da Asklepios seine Blockadehaltung weiter fortsetzt, sind die Beschäftigten zu diesem Schritt und der Ausweitung der Streikwirkung gezwungen, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft.

ver.di-Verhandlungsführer Jens Havemann: „Asklepios versucht auf Zeit zu spielen. Aber das wird nicht gelingen. Darauf sind wir vorbereitet, genau darauf richten wir unsere Streikstrategie aus. Diesmal werden wir mit den beiden Streiktagen den Betrieb in der Klinik fünf Tage hintereinander erheblich einschränken.“

Oliver Kmiec, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der ver.di-Streikleitung: „Die Beschäftigten sind sich einig, die Stadt steht hinter uns und auch die Politik in der Region. Das haben die Petition des Stadtrates und die Resolution des Kreistages eindrucksvoll belegt. Es ist überwältigend, welche Unterstützung wir gerade erfahren.“

Martin Kupferschmidt von der ver.di-Streikleitung: „Alle wissen: Vernünftige und konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen sind der Schlüssel für die Zukunft der Klinik. Jede Woche gibt es wieder neue Meldungen, dass langjähriges Personal die Klinik verlässt. Die tariflose Zeit muss schnell ein Ende habe. Alles andere schadet den Patienten, den Beschäftigten und der Klinik!“

Das bisherige Vergütungsniveau in den Schildautalkliniken führt dazu, dass Asklepios massive Probleme hat, Personal für die Klinik zu halten und zu gewinnen. Die Arbeitsbedingungen müssen endlich konkurrenzfähig sein.

Die Gewerkschaft kündigt an, das auch diesmal die Notfallversorgung selbstverständlich sichergestellt wird. Die Klinik wird während des Streiks im Prinzip wieder auf Sonntagsbetrieb umgestellt.

Aufgrund der Einschränkungen des Klinikbetriebes rät die Gewerkschaft ver.di der Geschäftsführung wiederum, die Rettungsleitstellen entsprechend zu informieren, damit diese sich aufgrund des Streiks von vornherein auf die Situation einstellen und auch auf umliegende Kliniken ausweichen können.red

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