FC Seesen kassiert in der Nachspielzeit entscheidenden Treffer

1. Nordharzklasse: Nach starker zweiter Hälfte fehlt der Möhlenbrock-Elf am Ende das nötige Glück

Gleich schlägt er Ball zum 1:0 für den FC Seesen ein. Absender war Daniel Schulz mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Seesen. Der FC Seesen reiste am Sonntag nach Goslar und trat beim VfL Oker II an. Im Hinspiel sahen die Zuschauer ein torreiches Spiel, mit 7:4 konnten die Goslarer das Duell für sich entscheiden. Nach einem Blick auf den Spielberichtsbogen, musste der VfL auch in diesem Spiel als Favorit betrachtet werden, standen doch mehrere bekannte Namen aus dem Bezirksligakader mit auf dem Papier. So wunderten sich die Zuschauer auch nicht, dass der Gastgeber von Anfang an das Spiel machte. Der FC bekam keinen Zugriff auf die quirligen Gegner und hatte Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Gerade Fisnik Jashari bekamen die Roten überhaupt nicht in den Griff.

Mit zunehmender Spieldauer biss sich der FC aber in die Partie. Erste zaghafte Angriffsbemühungen brachten allerdings keine echte Torgefahr. Die größte Möglichkeit resultierte aus einem schlimmen Fehlpass in der Okeraner Verteidigung, aber Adnit Podvorica verzog knapp. Nachdem der VfL zwei Hochkaräter vergab, fiel in der 31. Minute der Seesener Führungstreffer. Zwar zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhaft, dafür aber umso sehenswerter. Daniel Schulz donnerte einen direkten Freistoß aus gut 25 Meter in den Winkel. Der Gastgeber konterte den Rückstand aber nur fünf Minuten später. Eine Flanke von Außen verwertete Lukas Kassebaum gekonnt per Kopf. Mit 1:1 wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel hatte dann der FC die klar besseren Chancen. Domenic Stein verfehlte das Tor denkbar knapp und Adnit Podvorica übersah den besser postierten Alan Mrad. Auf der Gegenseite erwies sich Tristan Beissert als Fels in der Seesener Abwehr. Riesig seine Rettungstat in der 52. Minute, als er einen Querpass am Fünfer akrobatisch vor dem einschussbereiten Busch klärte. Das wäre das sichere 2:1 gewesen. Aber auch im Strafraum der Goslarer zeigte er seine Klasse, bei einem Kopfball fehlten nur Zentimeter zum Torerfolg. Die VfLer wurden nun immer ungeduldiger und die Akteure konzentrierten sich scheinbar mehr auf das Verbale, als auf das Spiel. So konnte der FC immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kommen. Gerade der spielfreudige Adnit Podvorica schaffte es mehrfach sich gegen seine Widersacher durchzusetzen, allerdings fehlte es an der letzten Genauigkeit, um zum Torerfolg zu kommen. Auch Daniel Schulz scheiterte völlig freistehend am VfL-Keeper.

Als sich alle schon auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, warf der Gastgeber nochmal alles nach vorn und kam nach einer Ecke tatsächlich noch zum schmeichelhaften Siegtreffer. Busch drückte den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie. Die Seesener wollten ein vorausgegangenes Foulspiel an ihrem Torwart gesehen haben, doch der Schiri zeigte zur Mittellinie. Zu allem Überfluss sah Tristan Beissert mit der letzten Aktion auch noch die Gelb-Rote Karte.

Direkt nach dem Anstoß, stürmte er in den gegnerischen Strafraum um einen langen Ball von Bebenroth zu verwerten. Als er sah, dass er den Ball nicht erreichen konnte, rutschte er aus Sicht der Seesener deutlich am Keeper vorbei. Zur Überraschung derer schrie der Torwart allerdings auf und wälzte sich am Boden. „Leider fiel der Schiri auf das – zugegebener Maßen unterhaltsame – Schauspiel herein und verwies Beissert des Feldes. Plötzlich war jeglicher Schmerz beim Keeper verflogen und das Lächeln auf seinem Gesicht verriet, dass sein Plan wohl aufgegangen ist“, heißt es dazu von Seesener Seite. Danach war Schluss und der FC musste eine mehr als schmerzhafte Niederlage einstecken.

FC Seesen: Engin Cankur – Lennert Möhlenbrock, Marcel Rottler (46./Niklas Loske), Jan Bebenroth, Domenic Stein (54./Ezdan Defli), Alan Mrad, Daniel Schulz, Adnit Podvorica, Yusuf Bisirici, Tristan Beissert, Ali Salman.moe

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