Basketball

Gutes Spiel, aber keine Punkte

MTV Seesen verliert gegen Ligafavoriten TSG Königslutter 79:93 / Auch 2. Herren verliert

Erfolgreicher Wurf aus dem Feld für die 2. Herren: Anujan Vijayakumar.

Seesen. Deutlich verbessert im Gegensatz zur Vorwoche zeigte sich die 1. Herren der Basketballer. Am Ende gab es gegen die sehr starken Gäste aus Königslutter jedoch trotzdem keine Punkte. Die Vorzeichen waren jedoch erst einmal nicht sonderlich gut, da mit dem erfahrenen Ingo Hundt, Tom Sauermilch und dem bereits in den vergangenen Wochen angeschlagenen Jakob Menzel mehrere wichtige Spieler fehlten. Auf die Leistung des vergangenen Spiels muss das Seesener Team jedoch aufbauen, da bis auf die Reserve der Schapen Sharks und den MTV jedes Team bereits mindestens einen Sieg feiern konnte.

Die Gäste begannen mit einer sehr großen Aufstellung, zogen direkt zu Beginn das Tempo an und gingen mit 8:0 in Führung. Königslutter war sich bei der genommenen Auszeit des MTV Seesen bereits jetzt gegen den nach zwei Spielen noch sieglosen Vorletzten aus Seesen recht siegessicher. Die Sehusastädter kamen nach der Auszeit deutlich verbessert in das Spiel. Marco Rieke, der in einer Situation beim Stand von 9:15 nur mit einem unsportlichen Foul gestoppt werden konnte, leitete einen 6:0-Lauf der Seesener ein. Ebenfalls stark zeigte sich Neuzugang Simon Ahrens, der am Brett gute Arbeit verrichtete und viele Rebounds gegen die großen Männer aus der Grenzstadt zu Sachsen Anhalt einsammeln konnte. Somit ging es mit einem 15:15 in die erste Viertelpause.
Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ging der MTV durch zwei Gomez-Stevens-Dreier das erste- und am Ende auch einzige mal im Spiel in Führung (21:19, 12. Minute). Nun spielten die Gäste allerdings ihre Qualitäten besonders aus. Der große und extrem kraftvolle Jannik Stump wurde nun von seinen Mitspielern regelmäßig in Szene gesetzt. Ihm hatten die Seesener an diesem Tag wenig entgegenzusetzen und Königslutter zog auf 25:35 davon. Marco Rieke nahm nun das Heft in die Hand, nutzte die Tatsache, dass Königslutter die meiste Zeit des Spiels zwar größer, aber gerade auf den „kleinen“ Positionen langsamer aufgestellt war als die Seesener und erzielte elf der letzten 13 Seesener Punkte in diesem Abschnitt. (Halbzeitstand: 38:45).

Spielertrainer Gomez Stevens war zu diesem Zeitpunkt nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Männer, forderte allerdings, den Gästen noch ein wenig mehr Druck zu geben – und ging selbst mit gutem Beispiel voran. Alle 17 Punkte (davon fünf Dreier) im dritten Viertel gingen auf sein Konto und hielten den MTV somit beim Stand von 55:66 im Spiel. Bei den Gästen wusste im dritten Abschnitt besonders Außenspieler Jarek Szwiec zu überzeugen, der mit seiner agilen und trotzdem körperbetonten Spielweise, eine große Aufgabe für die Seesener Flügelspieler darstellte. Gar nicht ins Spiel kam im gesamten Spiel jedoch der eigentliche Dreipunktspezialist Matthieu Collignon, der von Marc-Andre Jäger komplett aus dem Spiel genommen wurde und ungewohnterweise keinen einzigen Versuch von außen verwandelte.

Die Seesener hatten jetzt, im letzten Spielabschnitt offensiv wieder eine bessere Balance, da Gedikis, Jäger, Rieke und Ahrens wieder Punkte erzielen konnten. Gerade beim „And 1“ von Marco Rieke (erfolgreicher Wurf trotz Foulpfiff) in der 34. Spielminute keimte beim Stand von 66:76 noch einmal Hoffnung auf, am Ende war man jedoch der individuell sehr hohen Qualität der Gäste nicht gewachsen. Besonders Jannik Stump, der an diesem Tage für seine Verhältnisse überdurchschnittliche 64 Prozent (bei 17 Versuchen) von der Freiwurflinie traf, und Jarek Szwiec bekam man einfach nicht in den Griff und stand am Ende trotz passabler eigener Leistung wieder mit leeren Händen da.

Die TSG ist jedoch in der momentanen Situation der Seesener kein Gradmesser, da sie den Aufstieg als einzig mögliches Ziel erklärt hat, was mit diesem Kader jedoch auch eine Selbstverständlichkeit ist. Kommende Woche müssen die Seesener auswärts zu ungewohnter Zeit (Sonntag, 18) beim MTV Wasbüttel antreten. Die Männer aus dem Landkreis Gifhorn sind seit Jahren eine Konstante in der Regionsliga und stehen bisher bei einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen. Hier ist möglicherweise mit einer ähnlichen Leistung trotzdem etwas zu holen. Es bleibt jedoch noch abzuwarten, welcher Kader zur Verfügung steht.

MTV Seesen: Sadrick Gomez Stevens (33 Punkte), Marco Rieke (23), Simon Ahrens (14), Marc-Andre Jäger (5), Niklas Kruse (2), Marios Gedikis (2), Frank Schilling, Torsten Martens, Leon Neubert.

Auch die 2. Herren verlor ihr Heimspiel am vergangenen Wochenende. Gegen eine ebenfalls junge und unerfahrene Mannschaft von Vahdet Braunschweig hielt man den Abstand anfangs gering (2:3, 3. Minute), um dann einen 10:0-Lauf hinnehmen zu müssen. Das Spiel war allgemein sehr wild und unterhaltsam für die Zuschauer beider Seiten, auch Vahdet hatte eine große Anhängerschaft mit nach Seesen gebracht. Über die Stationen 22:9 und das Halbzeitergebnis von 21:42 ging es mit einem deutlichen 70:37 in den letzten Abschnitt, in dem man mit 11:19 das knappste Ergebnis erzielen konnte. Am Ende stand ein 48:89 zu Buche. Zu überzeugen wussten Nicolas Kavalos, Moritz Richert und Theo Hennseler, die jeweils zweistellig punkteten.red

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