Ins Gespräch kommen

Gelebte Integration beim Winterabend des AKIT

Wie funktioniert Integration? Beim Arbeitskreis Integrations-Treff wurde im Foyer des Jacobson-Hauses bewusst das Gespräch gesucht. Kein Thema war tabu, es durfte munter gefragt und sich ausgetauscht werden.

Seesen. Der Arbeitskreis Integrations-Treff hat am Mittwochabend ein weiteres Mal dafür gesorgt, die Bande zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu brechen. Bei einem gemütlichen Winterabend stand vor allem das Gespräch im Mittelpunkt: Was stellt man sich unter Integration vor? Wo gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei gesellschaftlichen Themen wie Religion, Familie oder Arbeit?

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Seesen, Ludmila Heilmann, hat sich gemeinsam mit der ehemaligen Kinder- und Jugendpsychologin Brigitte Steinhoff ein Konzept überlegt: Alle Gäste, darunter Geflüchtete, Paten und Sprachmittler, wurden in mehrere Kleingruppen eingeteilt und konnten sich aus einer Vielzahl an Gesellschaftsthemen einige aussuchen, über die diskutiert wurde. „Wir sind nicht mehr dialogfähig“, erklärte Steinhoff zu Beginn. „Dabei geht es nicht immer unbedingt um sprachliche Barrieren – auch Einheimische untereinander haben oft Schwierigkeiten, ins Gespräch zu kommen.“

Ohne Wertung wurden an diesem Abend interessante Erfahrungen ausgetauscht: So erzählte die 19-jährige Omaima, dass ihr die Erziehung hierzulande besser gefällt.

„Bei uns werden vor allem Jungen ganz oft vorteilhaft behandelt. Wenige Eltern verbieten ihren Kindern etwas“, erklärt Omaima in fließendem Deutsch. Sie kam vor fünf Jahren nach Seesen, hat die Sprache gelernt, die Oberschule besucht und macht jetzt eine Ausbildung zur Kinderpflegerin.  Ludmila Heilmann zieht insgesamt ein positives Fazit: „Der Abend war sehr hilfreich, gerade für Geflüchtete, die hier noch keine deutschen Freunde haben, aber sich schon auf Deutsch verständigen können.“

Am 13. Februar und 13. März wird der Arbeitskreis weitere Treffen arrangieren.see

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