Basketball

Knapper 66:62-Auftakterfolg

MTV Seesen gewinnt beim MTV Wasbüttel

Erfolgreiche Defensivarbeit: Marc-André Jäger (#47 in blau) gegen Wasbüttels Johannes Katakis (#11 in rot).

Seesen. Nachdem die Testspiele mit gemischten Leistungen bestritten wurden, konnten die Basketball-Herren auch nach dem zweiten Aufstieg hintereinander erfolgreich in die neue Herausforderung „Regionsliga“ starten. Knapp aber verdient setzten sich die Männer mit 66:62, die kurzfristig auch auf Jannik Ebbighausen verzichten mussten, gegen das sehr gut eingespielte Team vom MTV Wasbüttel durch. Seesen verfügte in diesem Spiel über die besseren Einzelspieler, während Wasbüttel ein vergleichsweise besseres offensives Spielsystem an den Tag legte.

Im ersten Viertel merkte man beiden Teams an, dass sich besonders offensiv noch eine Menge Sand im Getriebe befand. Wasbüttel hatte spielerisch die reifere Anlage, bekam zu Anfang allerdings die Dreipunktelinie nicht wirklich verteidigt. Somit gewannen die Hausherren dieses Viertel lediglich mit zwei Punkten (15:13), Sadrick Gomez Stevens verbuchte davon auf Seesener Seite bereits zehn Punkte auf sein persönliches Konto.

Im zweiten Viertel schienen auch die anderen Seesener Offensivspieler ihren Rost langsam abzuschütteln. Der Ball lief besser durch die eigenen Reihen und man bekam langsam mehr Spieler in den offensiven Rhythmus einbezogen. Sechs verschiedene Spieler konnten sich zwar auf dem Spielberichtsbogen mit Punkten verewigen, der Vorsprung betrug nach Ablauf des Spielabschnitts jedoch trotzdem nur einen Punkt (38:37), da Luis Alberti kurz vor Ablauf der Spieluhr gut nachsetzte und den Seesenern zur sehr knappen Halbzeitführung verhalf.

Auch in der zweiten Spielhälfte konnte sich keine der beiden Mannschaften so recht absetzen. In der 26. Spielminute führte Seesen schon mit 50:41 (die deutlichste Führung im gesamten Spiel), nur um selbst für mehr als drei Minuten punktlos zu bleiben, sich dann innerhalb von einer Minute zwei Dreipunktewürfe vom Wasbüttler Hannes Begert zu fangen und lediglich mit drei Punkten Führung in den letzten Abschnitt zu gehen.

Das Spiel versprach also weiter eine Menge Spannung. Dieses Versprechen sollte gehalten werden: Insbesondere Marco Rieke auf Seite der Seesener und Wasbüttels 2,05-Meter-Mann Sebastian Maier lieferten sich jetzt gefühlt ein persönliches Duell und erzielten neun (Rieke) beziehungsweise sechs (Maier) Punkte in Folge für ihre Farben. Zwei Minuten vor Ende des Spiels führten die Gäste vom Harzrand dann bereits mit 63:56. Wer nun dachte, dass das Spiel entschieden sei, wurde getäuscht. Erneut Hannes Begert mit zwei Dreipunktewürfe in Folge machten das Spiel doch noch einmal extrem eng (65:62). Seesen erhöhte jedoch durch einen erfolgreichen Freiwurf die Führung auf die „magische“ vier-Punkte-Marke (diese kann im Basketball in einem Angriff nur bei einem erfolgreichen Dreipunktewurf trotz erfolgten Foulspiels „geknackt“ werden) und brachte die Führung so über die Zeit.

Alles in allem ein Spiel und insbesondere ein Ergebnis mit dem man als MTV Seesen sehr gut leben kann, die Liga wird recht ausgeglichen sein und wenige Siege über Tabellensprünge entscheiden. Das erste Heimspiel der Saison findet kommenden Sonnabend, 19. September ungewohnterweise in der Sporthalle am Schildberg statt. Gegner ist die Reserve des SV Stöckheim, bei denen man getrost von einer etwas anderen individuellen Qualität sprechen kann, als beim MTV Wasbüttel, spielen doch beim SVS mit Spielertrainer Henner Kaatz und Nikolas Meier Spieler, die auf Regionalliga-und sogar ein wenig Herren-Bundesligaerfahrung zurückblicken können. Ein spannendes und ansehnliches Spiel wird also erwartet. Los geht es wie gewohnt um 13.30, Zuschauer sind unter Einhaltung des Corona-Hygienekonzepts sehr gerne gesehen.red