Mit Glück und Geschick zum nächsten Sieg

Bezirksliga 3 Braunschweig: TSV Münchehof zeigt eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit

Winterneuzugang Edgar Elser zeigte ein gutes Debut für seinen neuen Verein, den TSV Münchehof.

Münchehof. Das war ein ganz hartes Stück Arbeit für den TSV Münchehof auf dem ungeliebten Kunstrasenplatz beim SV Union Salzgitter. Gegen die spielstarken Gastgeber sahen sich die TSVer zumeist in die Abwehr gedrängt, aber die hielt erneut fast bis zum Schlusspfiff dem großen Druck stand. Erst in der Nachspielzeit bekamen die Münchehöfer das erste Gegentor seit über 270 Minuten per Konter. Aber da führten die Ahfeldt-Schützlinge durch zwei Foulelfmetertore (Gerrit Demmig 45. Minute und Alexander Krause 61. Minute) bereits mit 2:0 und Artur Renner setzte dem TSV-Erfolg mit seinem 3:1 aus über 50 Metern die Krone auf.

Es läuft derzeit rund beim TSV – auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und mit 21 Punkten auf Platz sieben der Tabelle vorgerückt. Das ist schon stark. Am Mittwoch um 18 Uhr folgt das erste Heimspiel in diesem Jahr. Gegner ist der MTV Wolfenbüttel.

Die Gastgeber hatten sich kurzfristig für den Kunstrasenplatz entschieden und sich hier aufgrund technischer und spielerischer Stärken offensichtlich bessere Siegchancen ausgerechnet. Und so legte Union Salzgitter los wie die Feuerwehr. Schon in der 1. Minute die große Chance zum 1:0, als Alex Bergmann sich in der Rückwärtsbewegung auf der linken Außenbahn den Ball abnehmen ließ, die genaue Flanke auf den zweiten Pfosten aber freistehend links neben das Tor gesetzt wurde. Die TSVer taten sich schwer, ließen dem Gegner im Mittelfeld zu viel Raum und wirkten nicht richtig frisch.

In der 9. Minute klärte der erneut überzeugende Marvin Gehrke mit einem Flugkopfball auf der Linie für den schon geschlagenen TSV-Keeper Kevin Lüs. Nachdem ein Kopfball von Union knapp über das Tor ging (15.), konnten die TSVer sich etwas besser auf den Gegner einstellen.

In der Schlussphase des 1. Spielabschnitts gab es aber noch einmal zwei Riesenchancen für Union. Zunächst waren sich bei einem langen Ball Abwehrchef Alexander Krause und Torwart Kevin Lüs uneinig, der Union-Stürmer lief dazwischen, schoss aber knapp vorbei (39.) und eine Minute später eine Glanztat von Kevin Lüs, der einen 20-Meter-Flachschuss gerade noch so um den rechten Torpfosten zur Ecke lenkte. So wären die TSVer mit einem 0:0 zur Pause gut bedient und hoch zufrieden gewesen, aber es kam besser. In der 45. Minute gab es den erst zweiten richtigen Entlastungsangriff. Philipp Bergmann schickte seinen Bruder Jan auf die Reise, der drang in den Strafraum ein, wurde am Fuß getroffen und es gab Strafstoß. Diesen berechtigten Foulelfmeter verwandelte Gerrit Demmig mit etwas Glück zur umjubelten 1:0-Pausenführung für die Gäste.

Zum zweiten Spielabschnitt brachte der TSV-Trainer Winter-Neuzugang Edgar Elser (SV Engelade/Bilderlahe) für Gerrit Demmig. Das 1:0 und die Pausenansprache zeigten Wirkung. Die TSVer spielten nun aggressiver, standen enger bei ihren Gegnern und ließen nicht mehr ganz so viel zu. Außerdem hatten sie nun selber Torchancen. In der 51. Minute hatte sich Philipp Bergmann allein durchgesetzt, der Ball wurde aber zu schnell, so dass der Union-Keeper den Winkel verkürzen und retten konnte.

Union hatte nach der Pause nur noch zwei sehr gute Torchancen. In der 52. Minute wurde es im Fünfmeterraum ganz brenzlig, aber trotz guter Schusschancen aus einem Gewühl heraus konnte Kevin Lüs letztendlich klären. Union konnte in der 68. Minute auch die schöne Freistoßvariante nicht nutzen, denn der Ball ging aus 14 Metern knapp drüber.

Davor allerdings hatten die TSVer durch Willi Lüders (56.) und Philip Bergmann (60.) zwei schöne Fernschüsse, der erste ging gegen den zu weit vor seinem Kasten stehenden Torwart knapp drüber, den zweiten konnte er gerade noch über die Latte bugsieren. Dass es derzeit für die TSVer läuft, zeigte auch der zweite Foulelfmeter. Tobias Gädicke setzte einem ganz langen Ball nach.

Der Union-Torwart stürzte eigentlich unnötig aus seinem Tor und brachte den TSV-Abwehrspieler kurz vor der Torauslinie zu Fall. Alexander Krause verwandelte wenn auch mit etwas Glück und dem Innenpfosten zum 2:0 (61.). Union drängte auf den Anschlusstreffer, die TSVer standen nun aber gut. Das gesamte Team hatte sich in Abschnitt zwei deutlich gesteigert. Bezeichnender Weise war es ein Konter, der in der 93. Minute zum 2:1 Anschlusstreffer durch Mohammed Ayadi führte. Aber schon eine Minute später traf der eingewechselte Artur Renner mit einem „Tor des Jahres“ aus über 50 Metern zum 3:1-Endstand, als Union alles nach vorn geworfen hatte.ki

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