Basketball

MTV unterliegt erneut dem USV

Klare 77:53-Niederlage in Braunschweig / Kommendes Wochenende wartet der Tabellenführer

Nur selten konnten sich die Seesener, hier Center Frank Schilling, im „Eins gegen Eins“ durchsetzen.

Seesen. Erneut unterlegen waren am vergangenen Sonnabend die Basketballer des MTV Seesen. Wie schon eine Woche zuvor hie der Gegner USV Braunschweig II. Nach der 72:83-Niederlage in der heimischen Halle hieß es diesmal 77:53 für die Braunschweiger.

In einer Notbesetzung, mit gerade einmal sieben einsatzfähigen Spielern, reiste man zur mittlerweile drittplatzierten Reserve des Unisportvereins nach Braunschweig. Große Probleme hatte man wie auch schon im Hinspiel mit dem schnellen Umschaltspiel der Gastgeber, die solange sie geradlinig ihre Schnellangriffe ausspielten, die Sehusastädter vor scheinbar unlösbare Probleme stellten.

Erneut war es der Braunschweiger Zmuda, der sechs der ersten sieben Punkte für die Gastgeber erzielen konnte und so zu einem 12:0-Lauf der Stöckheimer zu Beginn des Spiels beitragen konnte. Gomez Stevens war es vorbehalten, die ersten vier Punkte für die Seesener zu markieren, nur um kurz darauf mit seinem zweiten persönlichen Foul, beide gingen gegen den anderen Braunschweiger Aktivposten Kaatz, auf der Bank Platz nehmen zu müssen. Zmuda stellte mit zwei Dreipunktwürfen für die Hausherren zum Ende des ersten Viertels auf eine deutliche 23:8-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Nun fanden die Seesener immerhin besser ins Spiel. Marco Rieke und Frank Schilling konnten genauso wie Marc-Andre Jäger und Niklas Büttner jetzt zumindest am vorderen Ende des Spielfeldes zählbares für ihre Farben generieren, die Braunschweiger fanden allerdings durch gutes Passspiel weiterhin immer den besser postierten Mann und standen diesem in nichts nach. Über die Stationen 14:32 und 25:44 ging es mit einem weiterhin deutlichen und den Spielanteilen entsprechenden 46:29 in die Halbzeit.

Das andauernde schnelle Spiel bereitete den größeren, aber deutlich langsameren Seesenern weiterhin arge Probleme. Während Marc-André Jäger und Mitspieler sich ihre Punkte größtenteils hart mit Einzelaktionen erarbeiten mussten, spielten die Gastgeber weiter locker auf, bewegten den Ball und sich selbst sehr gut und kamen so zu etlich besseren Abschlusssituationen, welche sich auch zurecht im Punktestand widerspiegelten. Nur Jäger und Rieke punkteten im dritten Spielabschnitt, wodurch man mit einem 38:64 in den letzten Spielabschnitt ging.

Auch die größten Optimisten im Lager der Seesener mussten nun den Sieg abschreiben und hatten dies, in einigen Situationen leider auch durch hängende Köpfe und fehlende Einsatzbereitschaft optisch offensichtlich, bereits getan. Da sich auch die Löwenstädter ihres Sieges bewusst waren, spielten sie nun nicht mehr in der Geradlinigkeit wie bisher, sondern versuchten für die nicht vorhandenen TV-Kameras und aufgrund von Corona auch nicht vorhandenen Zuschauer, ein wenig Show zu bieten. Dies gelang nur bedingt, den letzten Spielabschnitt konnten die Seesener somit mit 15:13 für sich entscheiden und mussten mit einem deutlichen 53:77 die Heimreise antreten.

Besonders die Einstellung muss sich in den nächsten Spielen deutlich verbessern, gegen die absoluten Spitzenteams der Liga blühen ansonsten noch deutlichere „Klatschen“, da diese individuell noch einmal stärker besetzt sind als der USV. Beim MTV muss gerade die Zusammenarbeit mit den Spielern des MTV Goslar, aus dessen ehemaligen Kader gerade einmal ein einziger Spieler die Reise mit nach Braunschweig antrat, intern vor der kommenden Saison auf jeden Fall erneut überdacht werden. Bis auf den erst einmal gesicherten Spielbetrieb sei bisher kein erkennbarer Mehrwert generiert worden, heißt es von den Seesenern.

MTV Seesen: Marco Rieke (17), Sadrick Gomez Stevens (14), Marc-André Jäger (12), Frank Schilling (6), Niklas Büttner (2), Leon Neubert (1), Jakob Menzel (1).red

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