Bezirksliga 3 Braunschweig

Münchehof hält Abstand nach hinten

0:0 im Mittwochspiel gegen Othfresen / SG verliert in Bad Harzburg klar

Matthias Siegert, Torjäger der Münchehöfer Reserve, hatte am Mittwoch die größte Chance für das Bezirksligateam.

Münchehof/Ildehausen/Kirchberg. Mit unterschiedlichen Gefühlen gehen die beiden Seesener Bezirksligisten aus den Mittwochspielen. Während der TSV?Münchehof den Abstand zur Abstiegszone Dank eines 0:0 gegen den FC?Othfresen halten konnte, musste sich die SG?Ildehausen/ Kirchberg der TSG?Bad Harzburg mit 0:3 geschlagen geben.

Die Münchehöfer haben damit „den freien Fall“ nach drei Niederlagen in Folge gestoppt. Mit dem 0:0 sicherten sich die Ahfeldt-Schützlinge einen ganz wichtigen Punkt und hielten mit „dem letzten Aufgebot“ den Abstand zum abstiegsbedrohten FC Othfresen bei sechs Punkten. Die beste Chance des Spiels hatte der eingewechselte Torjäger der TSV-Reserve Matthias Siegert in der 81. Minute auf dem Kopf. Mit dem gerechten 0:0 zeigte sich Trainer Timm Ahfeldt nach Spielschluss zufrieden.

Keine Tore, kein gutes Spiel, trotzdem Spannung pur. Das war nach den vielen Ausfällen auch nicht anders zu erwarten. Beide Teams waren sehr defensiv eingestellt und man merkte ihnen an, dass sie nicht verlieren wollten. Ein „Nichtangriffspakt“ war es nicht, aber Torchancen waren tatsächlich Mangelware. Es war ein absolutes Kampfspiel, dass seine Elemente im Mittelfeld hatte. Die personell geschwächten und verunsicherten TSVer machten es nach den drei Niederlagen ganz gut.

Der TSV-Trainer ließ diesmal mit einer Vierer-Abwehrkette spielen, in der Rene Nolte nach seiner schweren Schulterverletzung im Herbst 2017 erstmalig wieder eingesetzt eine gute Leistung zeigte. Auch Alessandro Orto war als Außenverteidiger zuverlässig und zweikampfstark. Das Dreier-Mittelfeld davor erledigte die Abwehraufgaben ebenfalls ordentlich, so dass sich der FC Othfresen im Angriff niemals so richtig in Szene setzen konnte. Nach vorn hatten die TSVer aber selbst Probleme. Es gab durchaus gute Ansätze. Am Ende fehlte aber die Konzentration beim finalen Pass, so dass die FCO-Abwehr ebenfalls meistens problemlos klären konnte.

Für die TSVer war es nach den fünf Gegentoren in Bad Harzburg wichtig, dass hinten die Null steht. Das haben die Ahfeldt-Schützlinge gemeistert. Reserve-Torjäger Matthias Siegert kam in der 78. Minute für den wacker kämpfenden aber etwas in der Luft hängenden Willi Lüders ins Spiel. Siegert, der in der TSV-Reserve schon 18 Tore erzielt hat, deutete seine Torgefährlichkeit auch gleich an, als er in der 81. Minute nach einer Flanke von Eric Pägert frei vor dem FCO-Keeper auftauchte, den Kopfball aber nicht richtig erwischte, so dass das Leder über das Tor ging.

Am Ende war es ein typisches 0:0, dasselbe Ergebnis wie im Hinspiel. Beide Teams wollten nicht verlieren. Das schafften sie. Das zeigt aber auch, wie spannend und hart der Kampf um den Klassenerhalt ist und noch wird. Es gibt noch viele Punkte zu vergeben. Die TSVer müssen in jeder Partie höllisch aufpassen und in jeder Partie an ihre Leistungsgrenze gehen. Ein kleiner Vorsprung zu den unmittelbaren Abstiegsrängen ist noch da, aber die Situation ist trügerisch. Schon am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den Tabellenletzten FG Vienenburg/ Wiedelah mit dem Rückkehrer Lars Fuchs gibt es erneut „sechs Punkte“ zu vergeben. Aber auch hier würde dem TSV in der derzeitigen Situation einer schon reichen.

TSV Münchehof: Kevin Lüs – Alessandro Orto, Marvin Gehrke, Rene Nolte, Philipp Schittenhelm (65./Philipp Lattas), Gerrit Demmig (70./Artur Renner), Philip Bergmann, Edgar Elser, Tobias Gädicke, Eric Pägert, Willi Lüders (78./Matthias Siegert).

Nach dem überraschenden Sieg beim SV?Union?Salzgitter wurde die SG Ildehausen/ Kirchberg bei der TSG Bad Harzburg wieder etwas zurückgeworfen. Mit 1:3 verlor die Mannschaft, weil sie zu viele Fehler produzierte. „An allen Toren hatten wir viele Aktien“, ärgert sich Spielertrainer André Krzyminski. Vor dem 0:1 hatte Ali Badawi eine gute Chance, sein Lupfer ging aber über die Querlatte. Tobias Müller hätte anschließend ausgleichen können. Stattdessen trafen die Gastgeber mit dem Halbzeitpfiff zum 2:0. Das 3:0 fiel durch einen Konter bereits in der 55. Minute.

Doch die SG zeigte Moral und gab sich nicht auf. Tobias Müller schaffte schnell den Anschlusstreffer und vielleicht wäre auch noch mehr möglich gewesen. Ali Badawi hatte ein, zwei gute Situationen, aus denen etwas hätte werden können. Wurde es aber nicht. Auch die Bad Harzburger hatten noch die ein oder andere gute Kontersituation, konnten diese aber ebenfalls nicht zu zählbarem verwerten. In der Schlussminute traf SG-Spieler Dennis Küffner noch den Innenpfosten.

„Insgesamt war der Sieg für Bad Harzburg verdient. Wir haben zu viele Fehler gemacht und selbst die Fehler des Gegners nicht nutzen können“, zieht Krzyminski ein Fazit zu der Partie.ki/dh