Pfeife von Lehrer Lämpel und gedoubelte Busch-Bilder

Seit Mitte Mai ist das Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen wieder geöffnet

Henning Weiberg mit der „Lämpelpfeife”.

Mechtshausen. Seit Mitte Mai ist das Wilhelm-Busch-Haus in Mechtshausen wieder geöffnet und bietet neben der bekannten Ausstellung und den Busch-Räumen auch Neues. So kann man die Pfeife vom Lehrer Lämpel bewundern – und das sogar in heilem Zustand! Es handelt sich dabei um eine Dauerleihgabe des Mechtshäuser Landwirt Henning Weiberg, der diese Regimentspfeife geerbt hat.

Die 1,60 Meter lange Porzellanpfeife ist ein Erinnerungsstück des damaligen Besitzers an seine Dienstzeit im Kavallerieregiment in Langensalza von 1908 bis 1911 und weist verblüffende Ähnlichkeit mit jenem Rauchutensiel auf, das Max und Moritz mit Schwarzpulver stopften. Der Förderkreis vom Wilhelm-Busch- Haus freut sich über diese Leihgabe, hat gleich eine passende Vitrine gebaut und ein geeignetes Ausstellungsplätzchen gefunden.

Im ersten Stock ist ab sofort eine kleine Ausstellung mit gedoubelten Busch-Bildern eröffnet. „Wilhelm-Busch gedoubelt” ist ein Projekt, das jetzt in der Corona-Zeit entstanden ist, in Tagen also, in denen Kulturgenuss schwierig wurde und die eigene Kreativität mehr denn je gefragt ist.

Der Förderkreis Wilhelm-Busch-Haus Mechtshausen wollte mit diesem Vorhaben motivieren, in dieser „eventfreien” Zeit mal wieder ins Busch-Album zu schauen und allein, mit Partner oder der Familie eine Busch-Szene nachzustellen, zu fotografieren und das Ergebnis an das Busch-Haus zu schicken.
Die Ergebnisse zeugen von viel Einfallsreichtum und obendrein ist offensichtlich der Spaß dabei nicht zu kurz gekommen. Und wen die gedoubelten Bilder zum Mitmachen motivieren, der kann weiterhin „gedoubelten Busch” als Ausstellungsergänzung an die Mailadresse des Vereins schicken.

Das Haus ist zu den normalen Öffnungszeiten Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr unter den üblichen Hygieneauflagen geöffnet.rei