Wasserballer liegen im „Trockendock“

Nach enttäuschender Hinrunde hatte der MTV Seesen auf die Frei-Saison gehofft – doch die fällt wohl aus

Für die Wasserballer des MTV Seesen gab es in der Hinrunde nur einen Punktgewinn. Die Spiele im Freibad Bockenem werden in diesem Jahr vermutlich nicht stattfinden, so Abteilungsleiter Hans-Heinrich Schrader.

Bockenem. Die Wasserballer des MTV Seesen haben bereits im März die Hinrunde der Bezirksoberliga Braunschweig beendet und wären eigentlich in der ersten Mai-Woche ins Training im Freibad Bockenem eingestiegen. Bei der Spielplanplanung hatte Abteilungsleiter Hans Schrader darauf geachtet möglichst viele Heimspiele in Bockenem austragen zu können. Das relativ kleine Spielfeld in Bockenem liegt den MTV-Wasserballern und deshalb gab es in den vergangenen Jahren einige überzeugende Heimsiege. Von Ende Mai bis zu den Sommerferien stehen vier Heimspiele im Spielplan, die nun nicht stattfinden können.

Obwohl die Saison noch nicht offiziell für beendet erklärt wurde, erscheint es aus heutiger Sicht unwahrscheinlich, dass die Rückrunde nach den Sommerferien noch beendet werden kann. „Wir hoffen inständig, dass die Freibäder in dieser Saison überhaupt noch öffnen“, erklärte Hans Schrader.

In sportlicher Hinsicht verlief die Hinserie enttäuschend. Mit 1:11-Punkten liegt der MTV Seesen am Tabellenende, obwohl bei fast allen Spielen ausreichend Auswechselspieler zur Verfügung standen. Insofern bleibt es für das Trainerteam Bernd Cranen und Jens Paulus ein Stück weit unerklärlich, warum die letzten beiden Punktspiele gegen Schöningen und Wittingen mit Niederlagen endeten (Schöningen - MTV Seesen 9:5 und MTV Seesen - Wittingen 9:14), nachdem im Januar im Pokal gegen Schöningen noch ein überzeugender Auswärtssieg gelang.

Insbesondere das letzte Heimspiel gegen eine Wittinger Mannschaft, die mit nur sieben Spielern angereist war, hätte nie und nimmer verloren gehen dürfen. Dass das Schiedsrichterteam in diesem Spiel einige Entscheidungen zum Nachteil des MTV traf, kann nicht als Ausrede herangezogen werden. Hier stimmte die Einstellung nicht und wie so oft wurden Überzahlsituationen nicht in Torerfolge umgemünzt. Dieses Manko müssen die MTVer lösen, wenn sie in der Zukunft erfolgreich sein möchten. Beim Halbfinalspiel im Pokal gegen Germania Braunschweig gab es ebenfalls eine deutliche Niederlage (5:17), allerdings gegen einen sehr starken Gegner.

Sollte es zu einem Saisonabbruch kommen, dürfte der Wander-Pokal des besten Torschützen, der jeweils am Saisonende vergeben wird, wieder an Adrian Czaplinsky gehen (15 Treffer in der Hinrunde). Bei gleicher Treffer-Anzahl in der Rückrunde wäre dann sogar ein neuer Torrekord möglich gewesen.red